Blog-Umzug: fotoschraubr jetzt auf eigener Domain und selbst gehostet

Wir haben uns nun doch dazu entschlossen, fotoschraubr auf eigener Domain und selbstgehostet auf eigenem Server fortzuführen. Alle alten Artikel, inklusive Kommentare, sind bereits umgezogen. Neue Artikel wird es hier nicht mehr geben.

Sehen wir uns wieder auf fotoschraubr.de?

Der Octographer

Rambo, ein Octopus aus Neuseeland, ist Bestandteil der neusten Werbekampagne von Sony und Sea Life New Zealand: Er macht selbständig Fotos von Touristen und verkauft diese für 2 Euro.

zum Artikel

 

Foto des Monats: März 2015 [Sven]

Im März habe ich nur an einem einzigen Tag Fotos gemacht. Und zwar an dem Tag der partiellen Sonnenfindterniss. Ich hatte Glück – während viele meiner Freunde und Bekannten über bedeckten Himmel klagten, war er bei mir ums Eck wolkenlos, so dass ich eine ganze Serie schießen konnte.

Weil so eine Sonnenfinsternis nicht besonders lange dauert, war es – wieder einmal – eine ziemlich zeitkritische und experimentelle Situation. Ich habe noch nie die Sonne fotografiert, jedenfalls noch nie so, dass man sie als „Ball“ erkennen kann. Ich habe also ein wenig nachdenken müssen, wie ich das wohl schaffen könnte, das aufs Bild zu bekommen, idealerweise ohne dass die Kamera Schaden nimmt. Denn bei einer partiellen Sonnenfinsternis bleibt die Sonne trotz 75% Abdeckung immer noch so hell, dass man mit bloßem Auge kaum einen Unterschied bemerkt.

Ich habe irgendwann einmal für mein 300mm-Zoom einen Satz billiger ND-Filter gekauft und noch nie benutzt. An diese erinnerte ich mich und schraubte also einmal den dunkelsten drauf (ich glaube, das ist ein 1000er, die Schrift lässt sich nicht entziffern – man sieht jedenfalls so gut wie nichts da durch, wenn man ihn sich einfach so vors Auge hält.) und den zweitdunkelsten – einen 8er – nochmal drüber.

Dass ich dann sogar einen Sonnenfleck – genauer, den Sonnenfleck „2023“ – aufs Bild bekommen habe war dann die Krönung von allem!

Sunspot 2303 - Sonnenfleck 2303 - Eclipse - 20150320

1/1000 • f/16.0 • 300.0 mm • ISO 100 NIKON D800 • Nikkor 70.0-300.0 mm f/4.5-5.6

 

Foto des Monats: März 2015 [rolli]

Kamera steht noch auf M

0.4 sec. • f/4.8 • 116.0 mm • ISO 100 NIKON CORPORATION NIKON D60 55.0-300.0 mm f/4.5-5.6

Zuerst wollte ich das Foto in die Rubrik: „oops die Pannenshow“ stellen. Es passiert mir immer wieder. Ich verpeile es die Kamera nach Gebrauch wieder richtig ein zu stellen.
Hier war das Ding noch auf M und viel zu langer Zeit gestanden. Warum es trotzdem scharf wurde ist mir ein Rätsel, aber es gefällt mir.

Travel by Drone

Um die Welt reisen mit Drohnen. Zumindest mit den Bilder/Filme die die Drohnen so machen. Eine interaktive Weltkarte zeigt euch wo ihr überall herumschwirren könnt.

Travelbydrone

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Foto des Monats: Februar 2015 [Sven]

Ich hab mal wieder etwas überlegen müssen, drum bin ich mit meinem Februar-Foto etwas spät dran. Ich habe in Dublin auch ein paar sehr schöne „Nachts in der Stadt“-Fotos machen können und überlegte, von denen eins zu nehmen und dieses hier in einem eigenen Artikel zu behandeln. Ich habe mich aber am Ende doch für dieses hier entschieden, aus genau dem Grund, warum ich überlegte, daraus einen Artikel zu machen. Denn wenn etwas ein Foto zu einem „Foto des Monats“ macht, dann doch eben dies: dass es einen eigenen Artikel wert ist.

Mars, Venus & Mond - 20150220

1.3 sec. • f/5.6 • 240.0 mm • ISO 200
NIKON D800 • AF-S VR Zoom-Nikkor 70-300mm f/4.5-5.6G IF-ED

Auf dem Foto ist einiges sehr Seltenes zu sehen: einmal ist es der Mond, die Venus und der Mars ungewöhnlich nahe beieinander. Dann ist es ein zunehmender Mond (genauer: einen Tag nach Neumond), dessen im Schatten liegende Seite vom Sonnenlicht, das von dem Teil der Erde, wo es noch Tag ist, reflektiert wird, so aufgehellt wird, dass man die eigentlich nachtschwarze Oberfläche des Mondes sehen kann. Und der Nachthimmel ist klar genug, dass man das alles sehen kann, aber hat dennoch ein paar Wolkenschwaden, die ihn interessant machen. Und die man auch sehen kann, da der Teil des Mondes, der von der Sonne angestrahlt wird, diesen Wolken grade so genug Licht dafür bietet. Dazu etwas Dunst, der für schöne Halos sorgt, der aber dünn genug war, um die Mondstrukturen nicht zu verwischen.

Das alles jetzt tatsächlich auf ein Foto zu bekommen war nicht einfach: erst einmal war es reiner Zufall, dass ich beim aus dem Fenster gucken diese Konstellation überhaupt gesehen habe. Und dann hatte ich gerade mal eine knappe halbe Stunde Zeit, bis der Mond hinter dem Horizont verschwunden wäre. Also schnell Stativ vor das Fenster aufgebaut, Zoomobjektiv draufgeschraubt, Fotoapparat auf „manuell“ gestellt, Spiegelvorauslösung aktiviert und, ach ja, das Licht im Zimmer ausgemacht.

Aus einem Fenster raus zu fotografieren ist grade im Winter nicht so einfach, ich konnte mir so gar nicht sicher sein, obs funktioniert, denn alleine schon der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen lässt gerade bei Vergrößerungen gern die Luft „wabern“ (Wer mal versucht hat, ein Teleskop von drinnen aus zu nutzen, kennt das) und der Heizkörper, der traditionell unter so einem Fenster steht und zu diesem Datum eben auch aufgedreht, machts nicht besser. Aber es war keine Zeit, raus zu rennen und einen geeigneteren Standort zu suchen.

Ich habe zum Glück schon ein paar Mondfotos gemacht, also wusste ich schon, dass er, selbst in dieser schmalen Sichelform, überraschend hell sein kann – einen Vollmond kann man aus der Hand mit ISO 100 fotografieren, selbst mit einem 300mm-Zoom, dessen Lichtempfindlichkeit eindeutig nicht zum High End gehört. Somit hatte ich bei aller Kürze des Zeitfensters zumindest für die Grundeinstellungen nicht zu viel Zeit verloren, die mal eben auf Gefühl eingestellten Werte erwiesen sich als sehr gute Ausgangssituation, so dass ich einige Variationen schießen konnte, bei denen ich die Werte mal hier und mal da nur in Details geändert habe, in der Hoffnung, dass eine der Aufnahmen alle Elemente – hellen Mond, Mondschatten, Venus, dunklen Mars und die Wolkenstruktur- hinreichend beinhalten würde.

Man sieht die Hektik leider ein wenig, denn es ist nicht 100% scharf geworden, da habe ich zu Gunsten von mehreren Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen offenbar ein bisschen geschlampert. Sieht man aber zum Glück erst nahe der 100% Skalierung.

Um die Planeten mit aufs Bild zu kriegen, verzichtete ich auf sichtbare Strukturen im Tagbereich des Mondes, denn dann wäre der Himmel schwarz geworden (man sieht ja genug Struktur im Schattenbereich). Ich habe den ISO zu Gunsten einer etwas schnelleren Belichtungszeit beim dritten Versuch auf 200 hochgedreht, da 2 Sekunden Belichtung schon die Erdrotation an den Planeten sichtbar machte – erstaunlich, wie schnell sich die Erde dreht, die Venus war tatsächlich schon sichtbar stabförmig.

Die Nachbearbeitung in Lightroom machte dann auch nochmal etwas Mühe, denn der Mond war einen ticken zu hell, der Mars so dunkel, dass man ihn nur erahnen konnte. RAW und seiner Dynamik sei Dank waren dennoch alle Elemente des Bildes bei diesem hier so weit vorhanden, dass es möglich war, mit einem Maskierungsfilter über dem schattigen Teil des Mondes und über dem Mars diese beiden je zu hellen und zu dunklen Teile dem Rest des Bildes – also den Himmel, Horizont und Venus – so anzugleichen, dass ich auf dem Foto abbilden konnte, was mein menschliches Auge auch sehen konnte.

Foto des Monats: Februar 2015 [Rolli]

Yamaha

1/100 • f/4.5 • 55.0 mm • ISO 400 NIKON CORPORATION NIKON D60 55.0-300.0 mm f/4.5-5.6